Tropicana Cookies Purple 22/1

Cultivo
Fases
Ambiente
Substrato
Tipo
Notas
-Bionova (Basiserde die nach jedem Grow über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren mit zB. frischer Sonnenerde oder Kompost, Wurmhumos und neuer Bio-Substanz kultiviert wird.) Compo Bio-Aufzucht und Kräutererde (füllt das Planzloch für den Samen und die oberen 4-5 cm des Topfes)
Gráficos
Distância da luz
Registros do ambiente • cm
9 leituras
Último
40 cm
Média
40 cm
Mín
40 cm
Máx
40 cm
Frequência de ações
Tipos de ações repetidas ao longo do cultivo
8 ações
Comentários
Linha do tempo
An den wagerechten Ästen werden alle großen Blattpaare entfernt senkrecht bleiben 4 Blattpaare plus die zwei vom Neuaustrieb stehen. Durch die Entlaubung steigt die Temperatur sofort um 1°C an und und sorgt für einen besseren VPD.
Während der letzten Woche sind die Wurzeln stark gewachsen, dass das späte öffnen der tiefen
Maxi-Blumat-Tropfer, für einen Wachstumsschub der Pflanzen nicht mehr ausgereicht hat um die Pflanzen mit genügend Wasser zu versorgen.
Durch den oberen Tropfer ist es leider nicht sofort aufgefallen das zwei Pflanzen lieber von unten anfangen zu trinken (beide Sativa lastig)
Dadurch war die untere Hälfte im Topf trocken während oben exact 40% Bodenfeuchtigkeit sind.
Die Pflanzen haben dadurch gedurstet und angefangen Wurzeln über dem Boden am oberen Stamm zu bilden um ans Oberwasser zu kommen.
Die dritte Einstellung-Variante läuft nun seit 3 Tagen wieder tatellos und ist für Starkzehrer besser geeignet. Die Feuchtigkeit bleibt nun an jedem Tag gleich und regelt auch wenn die Pflanzen viel Durst haben gut. Im Prinzip funktioniert der Blumat bei Cannabis nur, wenn man alle Tropfer genau beim erreichen der gewünschten Feuchtigkeit einstellt, ohne zusätzliches zudrehen.
Da es im Worldwide Web keine Anleitung für die aktuelle Einstellung gibt, wird im Anschließenden Grow noch mal ausführlich alles step by step erklärt.
Langweilig wird ein Indoor-Garten nie und selbst nach Jahren lernt man noch gut dazu
Die Pflanzen waren an der Grenze zumr maximal verträglichen Lichtmenge und haben leichten Licht-Stress. Aus diesem Grund wird die Lampe auf 40 cm Abstand zum obersten Blatt (nicht Trieb) gehangen. Der Blüte Kanal wir für zwei drei Tage wieder auf 0% gestellt.
Die Crescendo trinkt lieber von unten da
Sativa auch gern Tiefwurzler sind.
Da der Seramis-Gießanzeiger mittlerweile auf trockenen steht und der Blumat-Tropfer scheinbar etwas gehangen hat, helfe ich mit einem Drucksprüher und 1 Liter Wasser etwas nach und gieße den Topf noch mal dezent durch.
Danach wird der Maxi-Tropfer neu eingestellt, diesmal allerdings zeitnah nach dem gießen, da die Crescendo mega durst zu haben scheint.
Alle anderen Tropfers laufen einwandfrei und wurden lediglich einen Pfeil aufgedreht um 40% Bodenfeuchtigkeit zu halten.
Auf dem Bild sind zwei Blattmerkmale zu sehen, leichte Adlerkrallen und nach oben gewölbte Blattränder mit hellen Spitzen.
Zu sehen ist Licht-Stress durch Trocken-Stress.
Die Tropfers, so wie Blumat die Einstellung nach der alternativen Methode angibt, reagieren bei Starkzehrern zu spät.
Benutzt man Tropfverteiler, muss der Tropfer mit den Verteilern eingestellt werden, da sich der Druck durch die Verteiler stark verändert.
In der Grundeinstellung macht dies einen ganzen Markierungspfeil aus.
Die Einstellung, mit 15 Stunden Wartezeit nach alternativer Methode, trifft bei Cannabis nur auf den Maxi-Tropfer zu, da bei stofftöpfen überschüssiges Wasser sofort abläuft.
Der Standardtropfer wird direkt sofort bei erreichen der gewünschten Bodenfeuchtigkeit (ohne Wartezeit) nach der alternativen Methode eingestellt (z.B bei 40% zudrehen bis der Tropfen hängen bleibt, fertig).
Auch mit dieser Einstellung gibt es keine Überschwemmungen.
Die Pflanzen wurden Endlaubt indem Blätter die unter anderem Blätter wachsen entfernt werden.
Die untersten Triebe werden permanent entgeizt.
Dafür schalten wir zu 7% den Blüte-Kanal dazu.
Durch das sanfte hellrote & tiefrote Licht wird die Photosynthese, das Dickenwachstum der Wurzeln und das Höhenwachstum etwas angeregt.
Sollten sich die Pflanzen dadurch zu sehr strecken, kann es wieder reduziert werden.
Ein nachleuchten mit Far-Red LED ist derzeit nicht notwendig, da das Far-Red bei dieser Lampe durch ein LED Treiber gedämpft über den ganzen Tag mit der Hauptbeleuchtung aktiv ist.
Es geht lediglich um Wuchs und Schlaf Initialisierung.
Da Pflanzen beim Tagesanbruch immer zuerst das blaue Licht wahrnehmen, ist ein wecken mit reinem rotem Licht nicht notwendig (mögliche Störung des Tag Nacht Rhythmus).
Stattdessen wird das rote Licht über eine halbe Stunde, zeitgleich mit dem blauen Licht, sanft auf 7 & 10% nach oben gedimmt.
Das Sonnenlicht enthält im Sommer vor der Sommersonnenwende (und auch zu jeder anderen Jahreszeit) immer einen erheblichen Rotlicht- und Nahinfrarotanteil.
Das Spektrum unserer Sonne ist ein kontinuierliches Naturspektrum. Es verändert seine grundlegende Zusammensetzung im Kern nicht durch die Jahreszeiten, sondern wird primär durch den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen in der Erdatmosphäre beeinflusst.
Der genaue prozentuale Anteil lässt sich wie folgt beziffern und aufteilen.
1. Anteil des Rotlichts am gesamten Sonnenlicht (am Boden)
Betrachtet man die gesamte Strahlung, die die Erdoberfläche an einem klaren Sommertag erreicht, teilt sich das Spektrum grob in drei Hauptbereiche auf:
• Infrarot / Nahinfrarot (NIR): ca. 49 % bis 53 % (Wellenlängen ab ca. 700 nm, die wir als Wärme spüren).
• Sichtbares Licht: ca. 40 % bis 43 %.
• Ultraviolett (UV): ca. 5 % bis 8 %.
2. Anteil des Rotlichts innerhalb des sichtbaren Lichts
Wenn man rein das für uns sichtbare Lichtspektrum (ca. 380 bis 780 nm) isoliert betrachtet, ist der Rotlichtanteil sogar die größte Einzelkomponente.
• Rotlicht (ca. 620–780 nm) macht rund 25 % bis 30 % des sichtbaren Tageslichts aus.
Was verändert sich vor der Sommersonnenwende?
Da die Sonne im Juni (kurz vor der
Sommersonnenwende am 21. Juni) auf der Nordhalbkugel bereits mittags sehr steil am Himmel steht, haben die Sonnenstrahlen den kürzesten Weg durch die Erdatmosphäre. Das hat folgenden Effekt auf das Licht:
• Mittags (Höchststand): Da kaum Licht durch die Luftschichten weggestreut wird, kommen die blauen und UV-Anteile maximal stark am Boden an. Das Licht wirkt für uns "weiß" oder leicht bläulich, obwohl der absolute Anteil an Rot- und Infrarotlicht so hoch und intensiv ist wie sonst kaum im Jahr.
• Morgens und abends: Steht die Sonne flacher, filtert die Atmosphäre die kurzwelligen blauen Anteile heraus (Rayleigh-Streuung). Der relative Anteil an Rotlicht verschiebt sich drastisch nach oben – das Sonnenlicht wird sichtbar rötlich-orange (Morgen- und Abendrot).
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Unabhängig von der Jahreszeit besteht rund die Hälfte der gesamten Sonnenenergie, die dich an einem Junitag trifft, aus rotem und unsichtbarem nahinfrarotem Licht.
Zwittern Pflanzen durch Rotlichtanteile?
Das Zuschalten von 10 bis 15 % des roten Blüte-Kanals während der Vegetationsphase führt im Normalfall nicht dazu, dass Cannabispflanzen zwittern.
Das Zwittern (die Bildung männlicher Blüten an einer weiblichen Pflanze) wird primär durch genetische Veranlagung oder massiven Umweltstress ausgelöst.
Warum das Zusatzlicht unbedenklich ist
• Keine Störung der Dunkelphase: Das wichtigste Kriterium für das Zwittern oder eine verfrühte Blüte ist die Länge der ununterbrochenen Dunkelphase (Lichtstress durch "Störlicht" in der Nacht). Solange du die Beleuchtungsvermeidung in der Dunkelphase einhältst (z. B. 18 Stunden Licht, 6 Stunden absolute Dunkelheit), ist das Spektrum am Tag nebensächlich.
• Natürliches Vorbild: Auch die Natur filtert das Licht im Sommer nicht perfekt. Die Sonne liefert immer ein Vollspektrum, das auch Rotanteile enthält.
• Wachstums-Vorteil: Ein geringer Anteil an rotem Licht in der Wachstumsphase kann sogar das Wurzelwachstum und die allgemeine Vitalität fördern, solange der Blauanteil dominant bleibt, damit die Internodienabstände (Abstände zwischen den Blättern) nicht zu lang werden ("Spargeln").
Tatsächliche Auslöser für das Zwittern (Stressfaktoren)
Wenn du Angst vor Zwittern hast, solltest du stattdessen penibel auf folgende Faktoren achten:
• 💡Lichtlecks (Störlicht): Das Eindringen von Licht während der 12-stündigen Dunkelphase in der Blütezeit ist der häufigste Grund für Zwitterbildung.
• ⏱️ Unregelmäßige Zeitschaltuhren: Schwankende Lichtzyklen verwirren die Hormone der Pflanze.
• 🌡️ Extreme Umweltbedingungen: Temperaturen dauerhaft über 30 °C, extreme Kälte oder starke Luftfeuchtigkeitsschwankungen.
• ✂️ Mechanischer Stress: Zu spätes oder zu radikales Beschneiden (Defoliation/Topping) in der Blütephase.
• 🚿 Falsches Gießen & Düngen: Extreme Über- oder Unterdüngung (Nährstoffbrand) sowie anhaltende Trockenheit.
Was sind die ersten Lichtquellen die Pflanzen morgens vor dem Dämmerung wahrnehmen blau oder rot?
Pflanzen nehmen morgens vor und während der Morgendämmerung zuerst blaues Licht wahr.
Dieses Phänomen der atmosphärischen Optik nennt sich „Blaue Stunde“. Noch bevor die Sonne den Horizont erreicht, werden die langwelligen roten Lichtstrahlen ins All abgelenkt, während das kurzwellige, energiereiche blaue Licht durch die Ozonschicht in der oberen Atmosphäre gestreut wird und den Erdboden erreicht.
Pflanzen nutzen verschiedene Lichtqualitäten für unterschiedliche biologische Prozesse:
• Blaues Licht (Wecksignal): Über hochempfindliche Blaulichtrezeptoren wie Cryptochrome registrieren Pflanzen bereits minimale Mengen des blauen Streulichts vor Sonnenaufgang. Dieses Licht aktiviert die innere biologische Uhr (zirkadianer Rhythmus), steuert die Öffnung der Spaltöffnungen (Stomata) und bereitet den Stoffwechsel auf die bevorstehende Photosynthese vor.
• Rotes Licht (Tageszeitsignal): Das rote Licht gewinnt erst an Bedeutung, sobald die Sonne den Horizont durchbricht (Sonnenaufgang) und direktes Licht einstrahlt. Rezeptoren für rotes Licht (Phytochrome) signalisieren der Pflanze dann endgültig den Start des Tages und regulieren das Längenwachstum sowie die Blütenbildung.
Das Hinzufügen von 10 bis 15 % rotem Licht in der letzten Wachstumsphase löst keine vorzeitige Blüte aus, solange deine Beleuchtungsdauer (z. B. 18 Stunden Licht) auf Wachstum eingestellt bleibt.
Was passiert im Detail?
• Keine Frühblüte: Normale Cannabispflanzen reagieren auf die Dunkelheit, nicht nur auf das Farbspektrum. Erst wenn du den Lichtrhythmus auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit umstellst, beginnt die Blüte.
• Bessere Photosynthese: Rotes Licht steigert zusammen mit dem blauen Licht die Energieproduktion der Pflanze. Die Pflanze kann das Licht gut für das letzte starke Wachstum nutzen.
• Leichter Stretch: Rotes Licht signalisiert der Pflanze ein wärmeres, sonnigeres Umfeld. Die Abstände zwischen den Blättern (Internodien) können sich minimal strecken. Das 100%ige blaue Licht bremst diesen Effekt jedoch gut aus, sodass die Pflanze kompakt bleibt.
Worauf du achten solltest
• Gesamtlichtmenge: Durch das Zuschalten des roten Kanals erhöht sich die gesamte Lichtleistung (PPFD-Wert). Prüfe, ob die Pflanze gut genährt ist und das zusätzliche Licht verträgt.
• Gute Vorbereitung: Die 10 bis 15 % sind ein sanfter Übergang. Die Pflanze gewöhnt sich langsam an das Blütespektrum, bevor der echte Lichtwechsel kommt.
Der Sonnenauf- und Sonnenuntergang wird von 20 auf 30 Minuten verlängert.
Die Raubmilben haben sich gut eingelebt, so dass die Luftfeuchtigkeit wieder auf 64 % gesenkt wird.
Trauermücken gibt es keine neuen mehr.
Die Pflanzen fangen nach dem Topping wieder mit der Transpiration an und halten die Luftfeuchtigkeit auch ohne Luftbefeuchter über längere Zeit auf 64%.
Die Ventilatoren und der Ablüfter werden dafür wieder eine Stufe nach oben geregelt.
Bei der Tropicana & Crescendo merkt man deutlich ein eher zögerlichs Wachstum.
Dies hängt einmal damit zusammen, das die Pflanzen nun ihre Energie in 4 statt in 2 Hauptäste aufteilen müssen.
Zweitens merkt man deutlich die fehlenden Sonnensegel zum Zeitpunkt des Topping.
Die Astknoten wachsen ohne die Energie der Blätter in den Astachseln sichtbar langsamer, wodurch auch die ersten Blätter wieder etwas kleiner nachwachsen.
Das schon gut ausgebildete Wurzelsystems (spätes Topping bei größeren Pflanzen mit größeren Blättern) konnte das Gröbste abfangen und hat die fehlenden Blätter etwas ausgeglichen.
Durch das bereits ganz gute Fundament im Topf, sollten die Pflanzen ihr Wachstum die nächsten Tage wieder stark aufnehmen können.
Abhängig davon, wann die Pflanzen ihr Wachstum wieder voll aufnehmen, und wie stark der Höhenwuchs ist, bleiben Sie noch 2-4 Wochen in der Vegetation.
Die Triebe werden sanft nach außen geführt.
Straighte Pläne lassen keine hochwertigen Buds wachsen. Gesunde, geschlechtsreife Pflanzen mit einer angepassten Vegetation (+/- 1-2 Wochen) jedoch schon.
Wer zu Weihnachten hochwertiges, harziges Cannabis für den Bärtigen in den Gläsern haben möchte, müsste
Mitte Juli die Samen stecken um Ende November/Anfang Dezember entspannt zu ernten.
Zusammenfassend sind die Schädlinge im Griff und die Pflanzen wachsen den Umständen entsprechend noch relativ gut 🌿
Die "Gemeine Zweifleckige Spinnmilbe"
Warum ist die Gemeine Spinnmilbe hauptsächlich auf den unteren Blättern zu finden?
Dass die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae, auch Zwei-Fleck-Spinnmilbe genannt) zu Beginn eines Befalls hauptsächlich auf den unteren Blättern einer Pflanze zu finden ist, hat biologische, mikroklimatische und mechanische Gründe.
• Herkunft aus dem Bodenbereich:
Viele Weibchen der Spinnmilbe überwintern im Boden, in der obersten Substratschicht oder an bodennahen Pflanzenteilen. Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, wandern sie von unten nach oben und erreichen somit die unteren Blätter zuerst.
• Optimales Mikroklima:
Spinnmilben lieben warme und trockene Bedingungen. Direkt über der Erde oder im unteren dichten Blätterdach ist die Luft oft stehender und staut sich. Vor allem bei Zimmerpflanzen, die über einer Heizung stehen, steigt die warme Luft nach oben und trocknet die bodennahen Blätter schnell aus, was ideale Bedingungen für die Vermehrung schafft.
• Schutz vor Fressfeinden und Licht:
Die älteren, unteren Blätter bieten durch ihre Größe und Lage mehr Schatten und Schutz. Da Spinnmilben stark lichtempfindlich sind und direkte Sonneneinstrahlung sowie Wind meiden, ziehen sie sich in das geschützte Innere und Untere der Pflanze zurück.
• Zartere Gewebestrukturen an der Blattunterseite: Ältere Blätter im unteren Bereich weisen oft bereits eine leicht geschwächte Zellstruktur auf. Da die Milben ohnehin auf der Blattunterseite sitzen, können sie dort die Pflanzensäfte besonders leicht aus den Zellen saugen.
Erst wenn die Population stark anwächst oder die unteren Blätter durch den Saugstress austrocknen und absterben, wandern die Tiere über die Stängel weiter nach oben in die Triebspitzen.
Steckbrief & Merkmale
• Aussehen:
Die winzigen Tiere werden nur etwa 0,3 bis 0,6 mm groß. Ihre Sommerform ist meist transparent hellgrün bis gelblich mit zwei markanten dunklen Flecken auf den Körperseiten. Die im Herbst überwinternden Weibchen färben sich orange bis ziegelrot.
• Verhalten:
Sie leben vorwiegend auf den Blattunterseiten, saugen dort den Pflanzensaft aus und schützen sich sowie ihre Eier durch extrem feine, weiße Gespinstnetze.
• Schadbild:
Erste Anzeichen sind meist winzige, helle, gelblich-weiße Punkte oder Flecken auf den Blattoberseiten. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter grau-braun, vertrocknen und fallen ab.
Ein Gespinst bauen Spinnenmilben erst wenn die Kolonie sich vergrößert !!
Unter optimalen Bedingungen (warm und trocken, um 27 °C) dauert es etwa 3 bis 4 Wochen, bis eine Spinnmilben-Population so groß ist, dass sie die typischen, sichtbaren Netze spinnt.
• Woche 1 (Die Initialzündung): Ein einziges eingeschlepptes Weibchen legt bis zu 100 Eier auf den Blattunterseiten ab. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. Zu diesem Zeitpunkt ist der Befall mit bloßem Auge unsichtbar.
• Woche 2 (Erste Generation): Die geschlüpften Tiere werden innerhalb von nur 5 bis 7 Tagen selbst geschlechtsreif und beginnen sofort mit der massenhaften Eiablage. Es befinden sich nun meist einige dutzend bis hunderte Milben auf der Pflanze.
• Woche 3 bis 4 (Die Bevölkerungsexplosion): Die Vermehrung verläuft nun exponentiell. Nach etwa einem Monat ungestörten Wachstums kann die Kolonie auf mehrere tausend bis zehntausend Tiere anwachsen.
Warum entstehen die Netze erst jetzt?
Einzelne Spinnmilben produzieren zwar von Anfang an winzige Mengen Seide als Schutzraum. Sichtbare Netze (Gespinste), die sich über Blattspitzen, Stängel und Triebe legen, entstehen jedoch erst, wenn die Pflanze im unteren Bereich dicht besiedelt ist. Die schiere Masse an Individuen webt dann kollektiv diese Netze. Sie dienen der Population als Schutz vor Feinden und Austrocknung sowie als „Autobahn“, um zu neuen Pflanzenteilen überzuwandern.
Wenn Sie bereits deutliche Netze an Ihrer Pflanze sehen, besteht der Befall also meist schon seit mindestens einem Monat und verlangt schnelles Handeln.
Ursachen & Bekämpfung
Obwohl ein Growzelt ein geschlossenes System ist, treten Spinnmilben aus 4 Hauptgründen extrem häufig auf.
Die gemeine Spinnmilbe gelangt fast ausschließlich durch menschliche Unachtsamkeit oder unzureichende Filterung in ein Growzelt.
Da die Schädlinge mit rund 0,5 Millimetern winzig sind, nutzen sie jede noch so kleine Lücke.
Das sind die 4 häufigsten Wege, wie Spinnmilben in das Zelt kommen
1. Über kontaminierte Stecklinge oder Pflanzen
Dies ist der häufigste Grund für einen plötzlichen Befall. Wer Stecklinge, Klone oder Jungpflanzen von anderen Growern oder aus Shops (z. B. aus Österreich) ungeprüft in sein Zelt stellt, holt sich die Milben oder deren mikroskopisch kleine Eier oft direkt ins Haus.
• Prävention: Neue Pflanzen immer zuerst in Quarantäne stellen und gründlich untersuchen.
2. Durch den Züchter selbst (Kleidung und Haut)
Spinnmilben leben im Sommer draußen im Garten, auf dem Balkon oder auf normalen Zimmerpflanzen. Wenn du im Garten arbeitest, spazieren gehst oder eine befallene Zimmerpflanze berührst, bleiben die Milben an deiner Kleidung, den Ärmeln, den Haaren oder an deinen Händen hängen. Gehst du danach direkt zum Growzelt, streifst du die Schädlinge unbewusst an deinen Cannabispflanzen ab.
3. Über die Zuluft (Mangelhafte Filterung)
Die Frischluft, die in das Zelt gesaugt wird, stammt meistens aus der Wohnung oder direkt von draußen. Spinnmilben sind so leicht, dass sie vom Wind transportiert und durch die Zuluftöffnung in das Zelt gesaugt werden können, wenn dort kein ausreichender Schutz vorhanden ist.
• Prävention: Jede Zuluftöffnung muss mit einem engmaschigen Insektenschutzgitter oder einem passenden Zuluftfilter (z.B. Aktivkohlefilter-Matten für Abzugshauben) ausgestattet sein.
4. Durch Haustiere
Hunde und Katzen laufen draußen durch Gebüsche und Wiesen. Spinnmilben nutzen das Fell der Tiere als kostenloses Transportmittel. Lässt du dein Haustier in den Growraum oder schnuppert es am offenen Zelt, können die Milben leicht auf die Pflanzen überspringen.
• Auslöser
Die Milben vermehren sich rasant bei trockener, warmer Heizungsluft im Zimmer oder Gewächshaus (idealerweise bei 20–25 °C).
In der Blütephase bevorzugen Grower oft ein warmes und trockenes, perfektes Mikroklima (Temperaturen über 25 °C und eine niedrige Luftfeuchtigkeit von unter 40–50 %). Genau das ist das absolute Wunschklima für Spinnmilben.
• Explosive Vermehrung
Unter optimalen Bedingungen dauert der Zyklus vom Ei bis zur geschlechtsreifen Milbe nur etwa 7 Tage. Ein einziges Weibchen legt über 100 Eier. Da im Zelt natürliche Feinde (wie Raubmilben oder Marienkäfer) fehlen, verdoppelt sich die Population alle paar Tage.
• Biologische Abhilfe
Im biologischen Pflanzenschutz werden sehr erfolgreich natürliche Feinde wie Raubmilben (z. B. Amblyseius californicus oder Phytoseiulus persimilis) eingesetzt.
• Hausmittel / Erste Hilfe
Das gründliche Abduschen der Pflanze und das anschließende Erhöhen der Luftfeuchtigkeit (z. B. durch eine transparente Plastiktüte über der Pflanze) stoppt die Vermehrung. Auch Präparate auf Rapsöl helfen indem sie die Atemöffnungen der Schädlinge verkleben.
(Raubmilben werden bei dieser Wahl erst 3-4 Tage später ausgesetzt)
Das Schadbild ist am Anfang dem von Thripsen, durch dezent gräulich, silbrich schimmernde Blattoberseiten sehr ähnlich.
Später kommen kleine gelbliche Punkte oder Flecken dazu.
Die Raubmilbe Amblyseius californicus (auch bekannt als Neoseiulus californicus)
• Körperbau: Sie besitzt einen charakteristischen, tropfenförmigen und leicht abgeflachten Körper.
• Farbe: Die Färbung ist meist bernsteinfarben, gelblich-orange bis transparent-bräunlich.
• Besonderheit: Auf dem Rücken (Dorsal-Schild) zeigt sich bei vielen Individuen je nach Ernährungszustand ein dunklerer, oft schwarzer oder bräunlicher Streifen bzw. Fleck, der durch die inneren Organe und die aufgenommene Nahrung schimmert.
Bei Nahrungsaufnahme wachsen die Raubmilben (Siehe Foto). Ohne Nahrung nehmen die Tierchen wieder an Größe ab.
Diese winzige Raubmilbe stammt ursprünglich aus Kalifornien und dem Mittelmeerraum. Im Gartenbau und in der Landwirtschaft wird sie gezielt als Nützling zur biologischen Bekämpfung von Spinnmilben, Thripsen und anderen Schädlingen eingesetzt.
Die Eier im Vergleich
Wenn Sie die Gelege auf der Blattunterseite betrachten, gibt es zwei klare optische Unterscheidungsmerkmale.
Größe und Farbe von Eiern der Spinnmilbe:
• Größe: Sehr klein (nur ca. 0,1 mm), mit bloßem Auge kaum zu sehen.
• Aussehen: Perfekt kugelrund und anfangs völlig glasklar-durchsichtig, später leicht gelblich oder weißlich.
• Ablageort: Liegen oft in Gruppen unter den feinen Blattrippen.
Größe und Farbe von Eiern der Raubmilbe Neoseilus Californicus
Die Eier der Kalifornischen Raubmilbe (Neoseiulus californicus, oft noch Amblyseius californicus genannt) sind oval, transparent, rosa bis weiß oder cremefarben gefärbt.
Sie sind extrem klein (etwas über 0,1 mm) und werden von den Weibchen meist gut geschützt auf den Blattunterseiten abgelegt – bevorzugt in den Winkeln der Blattnerven.
Wichtige Fakten zu den Eiern und der Vermehrung
• Eiablage
Ein einziges Raubmilben-Weibchen lebt im Durchschnitt 20 Tage und legt während ihrer fruchtbaren Phase täglich etwa 2 bis 3 Eier direkt im Befallsgebiet der Schädlinge ab.
• Rasante Entwicklung
Bei optimalen sommerlichen Temperaturen (ca. 30–33 °C) verdoppelt sich die Population in nur 1,8 Tagen. Der komplette Zyklus vom Ei über die Larvenstadien bis zur adulten Milbe dauert bei Hitze oft nur 4 Tage.
• Jagdverhalten ab Schlupf
Bereits die frisch geschlüpften Larven beginnen sofort damit, sich von den Eiern der schädlichen Spinnmilben zu ernähren.
• Form und Farbe
Sie sind oval und farblich durchsichtig (transparent) bis weiß.
• Größe
Genaue Mikrometer-Maße werden in der Fachliteratur selten separat ausgewiesen, da sie mikroskopisch klein sind. Sie sind jedoch kleiner als die Eier anderer bekannter Raubmilbenarten wie Phytoseiulus persimilis.
Da die erwachsene Raubmilbe selbst nur etwa 0,4 bis 0,5 mm lang ist, liegen die Eier im winzigen Sub-Millimeterbereich und sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen.
(etwas größer als die Eier der Spinnenmilben)
• Ablageort
Die Weibchen legen die Eier bevorzugt auf der Unterseite von Blättern ab, meist einzeln oder gezielt direkt in die Nähe der Spinnmilben-Kolonien, damit die schlüpfenden Larven sofort Futter finden.
"Californicus" vermehrt sich und bildet Kolonien. Sie bleibt auch bei höheren Temperaturen, niedriger Luftfeuchtigkeit und längerer Hungerstrecken nachhaltig auf den Pflanzen.
Zusammenfassendes Erkennungsmerkmal im Alltag:
Sieht man ein weißes oder rötliches Tierchen hektisch und schnell über das Blatt rennen oder hat es nur "EINEN" dunklen Streifen mittig auf der Oberseite, wie auf den Blatt, ist es fast immer die nützliche Raubmilbe.
Sitzen die Tiere ruhig, laufen träge oder haben "ZWEI FLECKE" auf auf der "KÖRPERSEITE" (jeweils einen pro Seite), handelt es sich um den Schädling.
Das für heute anstehende Topping spielt uns ein kleines Ass in den Ärmel.
Um die Raubmilben zu unterstützen, auch wenn sie schon fleißig am futtern sind, dünnen wir die Blätter der Pflanzen sammt Befall aus und stellen damit ein besseres, ausgewogenes Verhältnis für ein faires Spiel zwischen den zwei Tierchen her.
Das zweite Topping der Pflanzen löst nicht mehr ganz so viel Stress wie das erste aus, so das auch ein zwei Blatt mehr (z.B. Große Sonnensegel) entfernt werden könnten.
Diese Entscheidung ist schon grenzwertig, und sollte wenn möglich vermieden werden !! (Bitte nur bei starkem Befall anwenden !!)
Etwas mehr Photosynthese nach dem Topping wäre zwar schon schön gewesen, aber diese kleinen Schädlinge lassen nicht viel Spielraum.
Die Triebe der zwei Pflanzen sind schon leicht entwickelt und dadurch optimal auf das Topping vorbereitet. Läuft alles gut, wachsen sie in einer Woche schon wieder senkrecht nach oben.
Auch die kleine Kush ist befallen. Da bei ihr keine Blätter entfernt werden können, wird die Unterseite vorsichtig mit Wasser und weichem Toilettenpapier abgewischt. Die Raubmilben werden die Blätter trotzdem neu besiedeln.
Gemeine Zweifeleckige Spinnenmilben hassen Feuchtigkeit.
Alle Pflanzen werden zusätzlich mit Wasser bestäubt, danach auch der Mulch. Das wird die nächsten 7 Tage einmal täglich wiederholt (Feinsprüher ohne Wasserstrahl)
Zusätzlich wird die Luftfeuchtigkeit im Zelt auf 67% erhöht, was in der Vegetation der Pflanzen absolut kein Problem ist. Die Ei-Ablage der Spinnenmilben wir dadurch weniger und die Aktivität der Raubmilben verstärkt.
Momentan sind die neuen Triebe, nach dem Blattschnitt, ganz gut von Raubmilben besucht. Durch die entfernten Blätter versammeln sich unsere Helfer nun auf den Übrigen und schaffen es durch die reduzierte Blatfläche auch locker allein.
Der Zeitplan der Bekämpfung
• Tag 1 bis 3: Nach dem Ausbringen müssen die Raubmilben (wie Phytoseiulus persimilis) erst auf der Pflanze aktiv werden und sich verteilen.
• Tag 3 bis 7: Erste sichtbare Effekte treten ein. Die Raubmilben jagen aktiv und fressen pro Tag bis zu 5 erwachsene Spinnmilben oder 20 Eier und Larven.
• Tag 7 bis 14: Da die Entwicklungszeit der Raubmilben vom Ei bis zum erwachsenen Tier bei optimalen Temperaturen nur ca. 5 bis 7 Tage dauert (und damit doppelt so schnell ist wie die der Spinnmilbe), wächst ihre Population rasant an. Der Befall bricht in diesem Zeitraum deutlich ein.
Jetzt heißt es erstmal wieder wachsen lassen 🌿
Achtung: Eine Erhöhung der Lichtstärke während oder zwischen Toppings, hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte gut dosiert sein !!
Beginner mit wenig Erfahrung können,
(ist man sich nicht sicher bei dem Wachstumfortschritt und der Pflanzengesundheit), auch ohne Probleme auf der aktuellen Lichtstufe bleiben und erst nach der Erholungsphase des zweiten Topping erhöhen.
(zu viel Licht schadet den Plants mehr als etwas zu wenig Licht)
Durch das Topping trinken die Pflanzen weniger. Es fehlt quasi eine Menge Verdunstung von den Pflanzen und die Töpfe sind durch das Blumatsystem bei weitem nicht so feucht wie beim Gießen.
Es wird so zu sagen zu stark abgesaugt, und es kommt dafür zu wenig Verdunstung nach, wodurch sich kein Klima stabilisieren kann.
Das Klima wird dadurch langsam etwas nervös und die Abstände vom Befeuchter werden immer kürzer.
Bevor wir jedoch den Befeuchter hochschrauben, reduzieren wir die Abluft.
Aus diesem Grund werden alle Geräte auf die Sämlings-Einstellungen zurückgesetzt, bis die Pflanzen nach dem zweiten Topping die alte Blattmasse zurück haben.
Die Luftfeuchtigkeit bleibt zu Gunsten der Raubmilben über die Toppingphase auf auf 64%.
Die Anlage läuft ruhig und stabil.
Damit das so funktioniert, müssen die Sensoren der Klimakontroller für Temperatur und Feuchtigkeit mit einem unabhängigen Sensor abgeglichen werden.
Da die Sensoren der Klimakontroller HI-End Produkte sind und sensibel auf kleinste Temperatur und Feuchtigkeitschwankungen reagieren (Messgenauigkeit 0,1 Prozent), ist es schwierig einen stabilen Wert einzustellen.
Dafür sind kostengünstige Außensensoren von einfachen Wetterstationen ganz gut geeignet. Außenfühler von Wetterstationen reagieren etwas träger, wodurch die Messwerte nicht so stark (wie zum Beispiel durch Wind) schwanken.
Hat sich der Außenfühler an die Umgebung gewöhnt, hat man dadurch einen guten, stabilen Durchschnittswert von dem Klima im Indoor-Garten.
Auf genau diesem Durchschnittswert, werden die Sensoren der Kontroller kalibriert.
Da sich die Messgenauigkeit der kostengünstigen Außensensoren beim Gebrauch über mehrere Jahre verringert
(Drift - bis zu ca. 1% pro Jahr / Luftfeuchtigkeit und Temperatur wird höher angezeigt als sie tatsächlich ist), empfiehlt es sich die Sensoren aller 3-4 Jahre auszutauschen oder einen hochwertigeren Außensensor zu kaufen.
In unserem Fall war der Drift nur bei der Luftfeuchtigkeit und lag bei ca. 3%, was jedoch absolut kein Problem ist und noch im grünen Bereich liegt wie man gut an den Pflanzen erkennen kann.
Dennoch gibt es ein zwei Dinge, die sich durch das erste Topping während der Erholungsphase ergeben haben.
Auf den Bildern ist deutlich zu erkennen, das die vordersten Triebspitzen der Crescendo etwas deformiert sind.
Dafür kommen meist 3 Hauptursachen in Frage, auf die wir nun etwas genauer eingehen um Neu-Gärtnern die Angst zu nehmen und vor rumgefummel an den Pflanzen bewahren.
Die 3 Ursachen sind Überwässerung, Wurzeldruck durch hormonelle Umstellungen oder Schädlinge.
Überwässerung
Bei Cannabis können die neuen Triebspitzen nach dem Topping deformiert aufwachsen, wenn die Erde überwässert ist.
Deformierter Neuwuchs ist ein typisches Warnsignal dafür, dass in der Wurzelzone etwas nicht stimmt.
Sauerstoffmangel im Wurzelsystem:
Zu viel Wasser verdrängt den Sauerstoff aus der Erde. Die Wurzeln „ersticken“ langsam und können nicht mehr richtig arbeiten.
Blockierte Nährstoffaufnahme:
Weil die Wurzeln durch den Sauerstoffmangel geschädigt sind, können sie essenzielle Nährstoffe und Spurenelemente (wie z. B. Calcium oder Bor) nicht mehr transportieren. Ein Mangel an diesen Elementen führt während des Zellaufbaus direkt zu verkrüppelten, verdrehten oder winzigen neuen Blättern.
Doppelter Stressfaktor:
Das Topping selbst ist ein High-Stress-Eingriff, bei dem die Pflanze ihre Hormone umleiten muss. Wenn genau in dieser Erholungsphase die Wurzeln durch Staunässe blockiert sind, fehlt der Pflanze die Energie für eine gesunde Gewebebildung. Die neuen Triebe wachsen verkümmert oder verformt heraus.
Typische Begleitsymptome bei Überwässerung
Hängende, aber pralle Blätter:
Die Blätter lassen den Kopf hängen, fühlen sich aber fest und schwer an (anders als bei Trockenheit, wo sie schlaff und dünn sind).
Gelbverfärbung (Chlorose):
Der Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen führt dazu, dass die Pflanze von unten nach oben oder direkt an den Neuaustrieben gelb wird.
Adlerkrallen:
Die Blattspitzen biegen sich hakenförmig nach unten.
Sofortmaßnahmen:
Lass das Substrat vollständig austrocknen. Je nach Topfgröße kann das mehrere Tage dauern. Gieße erst wieder, wenn der Topf spürbar leicht geworden ist.
Drainage prüfen:
Stelle sicher, dass überschüssiges Wasser im Untertopf sofort abfließen kann und die Pflanze nicht "in den eigenen Füßen" steht.
Sobald die Erde wieder trocken ist und die Wurzeln Sauerstoff bekommen, regeneriert sich die Pflanze meistens schnell. Die darauffolgenden neuen Triebe wachsen in der Regel wieder vollkommen normal.
Hormoneller Schock & unveränderter Wurzeldruck
Die neuen Triebspitzen nach dem Topping können sich verformen, was sehr eng mit dem Wurzeldruck und dem plötzlichen Hormonwechsel zusammen hängt.
Wenn eine Cannabispflanze gekappt wird, verliert sie schlagartig ihren primären Wachstumspunkt (die Apikaldominanz/Triebspitze).
Das bringt das bisherige Gleichgewicht der Pflanze für kurze Zeit völlig durcheinander.
Warum führt das zu verformten Triebspitzen?
Die Triebspitze steuert über das Hormon Auxin die sogenannte Apikaldominanz (das Höhenwachstum). Fällt die Spitze weg, bricht dieses hormonelle Signal schlagartig zusammen.
Das Wurzelsystem pumpt im ersten Moment weiterhin die volle Menge an Wasser, Nährstoffen und Wachstumsenergie nach oben, die eigentlich für den Haupttrieb gedacht war.
Diese aufgestaute Energie schießt nun ungebremst in die verbleibenden, winzigen Seitentriebe.
Der plötzliche Wachstumsschub (Zellstreckung) überfordert die noch in der Entwicklung befindlichen Zellen der neuen Blätter, wodurch diese unnatürlich groß („Riesenblätter“) und gleichzeitig wellig oder deformiert herauswachsen.
Die Zellen in den neuen Triebspitzen wachsen durch den enormen Flüssigkeitsdruck oft so schnell, dass die Blätter mit dem Entfalten nicht hinterher kommen und sich krümmen, knittern oder asymmetrisch wirken.
Schädlinge
Wenn neue Triebspitzen an Cannabispflanzen stark verkrüppeln, sich kräuseln oder das Wachstum komplett einstellen, stecken meist zwei bestimmte Gruppen mikroskopisch kleiner Schädlinge dahinter.
Da man sie mit bloßem Auge kaum oder gar nicht sieht, wird das Schadbild oft fälschlicherweise für einen Gendefekt oder Nährstoffmangel gehalten.
Hauptverursacher für dieses Schadbild
1. Weichhautmilben:
Weichhautmilben (Polyphagotarsonemus latus) sind die häufigste und zerstörerischste Ursache für verkrüppelte Triebspitzen. Sie sind winzig klein (ca. 0,2 mm) und mit bloßem Auge unsichtbar. Sie sitzen tief im Inneren der jüngsten, sich gerade entwickelnden Triebe und saugen dort die Zellen an.
Typisches Schadbild:
Die neuen Blätter wachsen extrem verformt, schmal, verdreht und wirken oft „plastikartig“ oder glänzend,
die Ränder rollen sich nach unten ein.
Die Triebspitze staucht sich zusammen (Kümmerwuchs), verfärbt sich braun und kann komplett absterben (Verlust des Vegetationspunktes).
Gegenmaßnahmen:
Raubmilben (z. B. Amblyseius californicus oder Neoseiulus cucumeris) als natürliche Feinde einsetzen.
2. Blattläuse (Aphiden)
Blattläuse besiedeln bevorzugt die saftigsten und weichsten Teile der Pflanze – und das sind die frischen Triebspitzen und jungen Blätter.
Anders als Weichhautmilben sind sie mit 1–3 mm Größe und ihren Kolonien gut sichtbar.
Typisches Schadbild:
Durch den massiven Saugdruck und die Toxine im Speichel der Läuse verkrüppeln die betroffenen Blätter bereits beim Austrieb. Sie rollen sich ein, kräuseln sich und neue Triebe verkümmern vollständig. Zudem hinterlassen sie klebrigen Honigtau.
Gegenmaßnahmen:
Mechanisches Abspülen mit Wasser, Einsatz von Nützlingen wie Marienkäferlarven, Raubmilben oder Florfliegen.
3. Thripse (im frühen Stadium)
Obwohl Thripse meistens silbrige Flecken auf den mittleren und unteren Blättern hinterlassen, greifen ihre Larven bei starkem Befall auch die jüngsten Blätter im Kopf der Pflanze an.
Typisches Schadbild:
Wenn Blätter bereits im Miniatur-Stadium in der Triebspitze angestochen werden, wachsen sie asymmetrisch, verkrüppelt und mit braunen/schwarzen Nekrosen an den Rändern heraus.
Gegenmaßnahmen:
Blautafeln (zur Überwachung), Raubmilben (wie Amblyseius swirskii) oder Nematoden für das Substrat.
In unserem Fall kommen durch den starken Wuchs, die Symptome des Wurzeldrucks durch hormonelle Umstellungen am nächsten.
Dennoch sind durch die Triebspitzen, im Moment Schädlinge nicht ganz auszuschließen, wodurch wir die Pflanzen und die bereits im Substrat vorhanden Helfer mit zwei verschiedenen Raubmilbenarten verstärken und unterstützen.
Diese putzen über einen Zeitraum von 6-8 Wochen die Pflanzen gründlich und befreien uns von eventuellen Übeltätern, so dass die Pflanzen in ein paar Wochen gesund und ohne Schwierigkeiten in die Blüte starten können.
(Raubmilben können auch vorbeugend eingesetzt werden)
Folgende Helfer sind gestern per Post eingetroffen
1. Amblyseius cucumeris
(heute oft Neoseiulus cucumeris genannt)
Neoseiulus cucumeris wird im Gewächshaus zur biologischen Bekämpfung von Thripsen, Weißen Fliegen, Blattflöhen, Blattläusen, Weichhaut- und Modermilben eingesetzt. Die Raubmilbe ist im Handel weit verbreitet und kann in Beuteln, die an den Wirtspflanzen aufgehängt werden, im Anbaugebiet verteilt werden. Diese Beutel enthalten die Milbe vermischt mit Kleie, zusammen mit Kleiemilben als temporärer Nahrungsquelle für 6-8 Wochen.
2. Amblyseius californicus
Neoseiulus californicus wird zur Bekämpfung der Zweifleckigen Spinnmilbe (Tetranychus urticae), Alpenveilchenmilbe (Phytonemus pallidus), Spinnenmilben (Oligonychus perseae), Thripsen und anderen kleinen Insekten eingesetzt.
2 verschiede Raubmilbenarten Arten und 2 Beutel pro Pflanze kosten aktuell gerade mal zwischen 8-10€.
Die kommenden 2-3 Wochen kommen die Gelbsticker für die Raubmilben aus dem Topf und werden etwas etwas höher um die Lampe verteilt.
Seid begin des Grows sind gerade mal 11 Trauermücken auf den Leim gegangen, was mal ein richtig gutes Ergebnis ist.
Exakt 4 Wochen nach dem Start kam die erste, nun sind es 11.
Das zeigt das die Nematoden aktiv sind. Wären sie es nicht, hätte man volle Gelbsticker und Gewimmel im Zelt, denn eine Mücke kommt niemals allein.
Der Kakaobruchschalen-Mulch und etwas Ceylon-Zimt unterstützen.
Abschließend bleibt eins zu sagen...
Alles gut, wachsen lassen !! 🌿
Kurze Anmerkung zur Lichtsteigerung zwischen zwei Toppings:
Gärtner-Neulinge sollten vor diesem Schritt, zwei, drei Grows mit Topping meistern ohne die Lichtstärke zu erhöhen, um ein Gefühl dafür zu bekommen wann die Pflanzen ihr Wachstum wieder aufnehmen.
Da die Pflanzen in diesem Grow ein relativ gleichmäßiges Wachstum haben, aber durch die Hormonumstellung und den Wurzeldruck mit der Verdunstung (große unentfaltete Blätter an den Triebspitzen) wahrscheinlich nicht hinterher kommen, kann man damit den Stoffwechsel und die Saugwirkung der Blätter wieder etwas ankurbeln.
Die Lichtstärke sollte nur bei einer deutlich sichtbaren Erholung nach einem Topping und mindestens 2-3 Tage vor dem nächsten Topping erhöht werden, da die Pflanzen sonst zusätzlichen Stress ausgesetzt sind. Dieser Zeitraum (ist er gut gewählt) ermöglicht es den Pflanzen, einen kleinen Energiebooster für das zweite Topping aufzubauen und kurbelt das Wachstum an.
Raubmilben • Neoseiulus californicus gegen Spinnenmilben (Ersatzfutter: Thripse, andere Milbenarten, Pollen • Neoseiulus cucumeris gegen Thripse (Ersatzfutter: Spinnenmilben, Pollen)
Es empfiehlt sich, wärend des Bindens, alle Gelbsticker zu entfernen.
Manchmal findet man jedoch auch kleine Nadelstiche in den Blättern, was eher auf Erdflöhe, Thripse oder andere Schädlinge hindeutet, auch wenn man noch keine Eier oder Larven findet.
Auch bei unseren Pflanzen ist das der Fall.
Wenn Pflanzen ein Topping hinter sich haben, wird ihr Immunsystem kurzzeitig stark geschwächt, was auch die Schädlinge merken und ausnutzen.
Allerdings sind Pflanzen immer darauf vorbereitet und setzen über Blätter und Wurzeln Pheromone frei mit denen sie versuchen Nützlinge über Luft (Marienkäfer) oder Boden (Raubmilben) anzulocken.
Auch das Topping selbst kann diese Pheromone auslösen (Reaktion auf Schädlingsfraß).
Wir haben aber Glück im Unglück, da manche Grow-Erde oder auch Kompost oft schon mit den Helferchen geimpft ist, wie man an dem Kopf unseres Tropfers gut erkennen kann. Manchmal haften sie vielleicht auch den Nematoden Packungen an.
Raubmilben sind etwa 0,1-1,0 mm kleine, weiße Helfer die sich flink, ohne stehen zu bleiben, zielgerichtet über Pflanze und Substrat bewegen. Sie verputzen alles was ihnen in den Weg kommt, wie Trauermücken Larven, Spinnen Milben, Erdflöhe, Läuse und Thripse. Ist alles verputzt, verschwinden sie genauso schnell wie sie gekommen sind.
Die Orientierung funktioniert über zwei zentrale Mechanismen...
Der „Hilferuf“ der Pflanze (Indirekter Geruch):
Sobald Schädlinge wie Spinnmilben an einer Pflanze saugen, stößt die verletzte Pflanze bestimmte chemische Duftstoffe aus (sogenannte flüchtige organische Verbindungen).
Raubmilben besitzen hochspezialisierte Sinnesorgane, mit denen sie genau diese „Pflanzen-Hilferufe“ wittern. Sie riechen also den Schaden, den die Beute verursacht, und steuern gezielt darauf zu.
Der Duft der Beute (Direkter Geruch):
Raubmilben können auch die spezifischen Gerüche und Hinterlassenschaften ihrer Opfer (z. B. Kot oder Gespinste) direkt wahrnehmen. Einige Arten erlernen den Duft ihrer bevorzugten Beute sogar schon in frühesten Entwicklungsstadien. Sobald die Raubmilben über diesen Geruchssinn in die unmittelbare Nähe der Schädlinge gelockt wurden, schalten sie auf ihren Tastsinn um. Mit ihrem verlängerten ersten Beinpaar tasten sie die Blattoberfläche ab, bis sie die Beute berühren, anstechen und aussaugen.
Aktivität rund um die Uhr fast ununterbrochen:
Ab dem Protonymphen-Stadium (dem ersten fressenden Entwicklungsstadium) nehmen Raubmilben nahezu ununterbrochen Nahrung auf.
Nachtaktivität:
Viele Raubmilbenarten sind sogar stark nachtaktiv und jagen im Schutz der Dunkelheit aktiv nach Schädlingen wie Spinnmilben oder Thripsen.
Temperaturabhängigkeit:
Die Fressaktivität wird weniger durch Tag oder Nacht bestimmt als vielmehr durch Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ideale Bedingungen liegen meist bei Temperaturen zwischen 20 °C und 30 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit.
Spinnenmilben und andere Schädlinge in dieser Größe, bewegen sich dagegen kaum und verweilen eher, wodurch man die flinken Raubmilben gut erkennen kann.
Da der Verdacht auf Schädlingsfraß schon vor 2 Tagen aufkam, sind auch per Post schon zusätzliche Helfer auf dem Weg.
Vielleicht hätte man sich das Geld auch sparen können, aber 6 Päckchen mit 2 verschiedenen Nützlingen für 3 Pflanzen und insgesamt 10€ sind doch okay.
Da die Pflanzen durch weniger Blätter auch weniger verdunsten, wird der untere und obere Umluftventilator vorübergehend wieder eine Stufe nach unten geregelt, bis die Pflanzen die Blattmasse wie vor dem Topping erreichen.
Da ich bei beiden Pflanzen mit Main-Folding arbeite, um 4 starke, absolut gleichgroße Haupttriebe zu bekommen, und dafür die Äste der 2. Nodie nutze, welche auch am stärksten ausgeprägt sind, erfolgt der Schnitt vom Topping über der 3. Nodie.
Ist der Schnitt über der 3. Nodie geschafft, werden alle Triebe der 1. & 3. Nodie entfernt, so das nur die Triebe der 2. Nodie stehen bleiben. Die Blätter aller 3 Nodien bleiben dran !!
Das hat den Vorteil, mehr Blätter für eine bessere Photosynthese stehen lassen zu können.
Eine höhere Photosynthese, sorgt für ein kleineren Schock & besseres Wurzelwachstum (die Wurzeln erhalten mehr Zucker und Kohlenhydrate), mehr Wurzelwachstum mehr Biomasse, mehr Biomasse mehr Erholung, worauf die Pflanzen auch angewiesen sind.
(Ist die Photosynthese zu niedrig, laufen die Wurzeln quasi auf Sparflamme um die Pflanze gerade so am Leben zu erhalten. Die Erholung würde dann einiges mehr an Zeit brauchen)
1. Auswirkung auf die Apikaldominanz
Die Apikaldominanz ist komplett gebrochen. Das dafür verantwortliche Hormon (Auxin) wird hauptsächlich in den obersten Triebspitzen produziert.
Da diese Spitze weg ist, verteilt sich die Energie nun gleichmäßig auf die verbleibenden Triebe.
Die Sonnensegel (Fächerblätter) der 3. Nodie haben keinen Einfluss auf die Apikaldominanz. Fächerblätter produzieren dieses unterdrückende Hormon nicht in nennenswerten Mengen; das tun nur wachsende Triebspitzen (Mergewebe).
2. Wachsen bei den Blättern der 3. Nodie neue Triebe?
Nein, dort wachsen keine neuen Triebe mehr. Wenn Sie die Seitentriebe in den Blattachseln der 3. Nodie bereits entfernt haben, ist das dortige Wachstumsgewebe weg. Ein Fächerblatt allein kann keinen neuen Ast oder Trieb regenerieren.
3. Ist das Belassen der Blätter sinnvoll oder verlangsamt es das Wachstum?
Es ist in der Übergangsphase sehr sinnvoll. Große Fächerblätter sind die "Solarkraftwerke" der Pflanze. Sie betreiben Photosynthese und liefern die nötige Energie, damit sich die neuen Haupttriebe an der 2. Nodie schnell entwickeln können. Es verlangsamt das Wachstum nicht, sondern beschleunigt es kurzfristig. Wenn Sie zu viele Blätter auf einmal entfernen, verliert die Pflanze an Energiekapazität und verfällt in einen Schockzustand.
4. Wachsen dadurch die Wurzeln besser?
Nicht direkt. Jede Beschneidung (Topping) bedeutet kurzzeitig Stress für die Pflanze, wodurch das Wurzelwachstum für wenige Tage stagniert, da die Pflanze Energie in den Wundverschluss und die Hormonumstellung steckt. Da Sie aber die Blätter der 1. und 3. Nodie stehen lassen, bleibt der Energiefluss (Kohlenhydrate aus der Photosynthese) zu den Wurzeln stabil, was den Wachstumsstopp der Wurzeln im Vergleich zu einem Radikalschnitt stark minimiert.
5. Verbrauchen die verbleibenden Blätter zusätzlich Nährstoffe?
Nein, im Gegenteil. Gesunde Blätter produzieren durch Photosynthese mehr Energie (Zucker/Kohlenhydrate), als sie an Nährstoffen verbrauchen. Zudem dienen sie als Nährstoffspeicher (insbesondere für mobile Nährstoffe wie Stickstoff oder Magnesium). Sollte die Pflanze einen Mangel haben, zieht sie die Nährstoffe zuerst aus diesen alten Blättern ab, um die neuen Triebe zu versorgen.
6. Wann Sie die Blätter entfernen sollten
Sobald die neuen Triebe der 2. Nodie kräftig gewachsen sind und eigene, große Blätter gebildet haben, können Sie die alten Blätter der 1. und 3. Nodie entfernen, da sie dann eventuell Licht für die unteren Bereiche wegnehmen.
Anschließend werden die Wunden der Pflanzen versorgt.
Dafür gibt es zwei Hausmittel, wobei eines von den zwei mehr für die Steckling-Aufzucht geeignet ist.
Wir versorgen den Schnitt am Stamm mit Kurkumapaste (Kurkuma & Wasser).
Die Paste wirkt antibakteriell, pilzhemmend, sorgt für einen schnellen Wundverschluss & dafür daß der Stamm nach dem Schnitt nicht rückwärts von oben austrocknet.
Für die abgeschnittenen Spitzen kann man Zimt verwenden. Die Stecklinge werden in das pure Pulver getaucht und danach in den Boden gesteckt.
Zimmt trocknet zwar kleinere Wunden schnell aus, regt aber auch das Wurzelwachstum an und macht den Alltag für Insekten schwerer.
Eigenschaft / Anwendung Kurkuma
(Curcuma longa)
Hauptwirkstoff: Curcumin (stark entzündungshemmend & antiseptisch)
Stecklingsvermehrung & Bewurzelung: Gut. Fördert die Wurzelentwicklung durch den Schutz vor Fäulnisbakterien direkt im Substrat.
Schnittwunden & Wundheilung: Versiegelnd & heilend. Wird idealerweise als dicke Paste mit Wasser aufgetragen. Perfekt gegen das „Zurücksterben“ (Dieback) bei Rosen.
Pilzbefall & Schimmel: Sehr effektiv gegen Mehltau und Blattfleckenpilze (häufig als Blattspray mit Wasser/Milch gemischt).
Schädlingsabwehr: Hält Ameisen und Blattläuse fern; desinfiziert zudem den Boden gegen Wurzelfäule.
Risiken / Nebenwirkungen: Hinterlässt intensive gelbe Flecken auf Blättern, Töpfen und Kleidung.
Eigenschaft / Anwendung Zimt
(Cinnamomum verum / cassia)
Hauptwirkstoff: Zimtaldehyd (stark antimykotisch)
Stecklingsvermehrung & Bewurzelung: Hervorragend. Wirkt als natürliches Bewurzelungshormon, stimuliert das Wurzelwachstum und schützt die Schnittstelle.
Schnittwunden & Wundheilung: Trocknend & schützend. Wird meist als trockenes Pulver aufgetupft; lässt die Wunde schnell abtrocknen.
Pilzbefall & Schimmel: Sehr stark gegen Erdschimmel sowie Grauschimmel. Ideal zum Aufstreuen auf die Substratoberfläche.
Schädlingsabwehr: Vertreibt zuverlässig Ameisen (Geruchsbarriere) und unterbricht den Zyklus von Trauermücken in der Erde.
Risiken / Nebenwirkungen: Kann bei manchen Nutzpflanzen (z. B. Tomaten, Kresse) in zu hoher Dosierung wachstumshemmend wirken.
Die Pflanzen sollten sich die nächsten 3-5 Tage bereits gut erholen. Haben sich die neuen Triebe in dieser Zeit gut erholt und 3-4 Nodien, kann das zweite Topping folgen.
Wahrscheinlich werden wir jedoch 7 Tage warten, damit die Pflanzen mit 4 Cola mehr Zeit haben den Topf zu durchwurzeln und sein volles Potenzial zu nutzen.
Auch die kleine Kush bekommt dadurch etwas mehr Zeit um aufzuholen.
Im Gegensatz zu klassischen Kunststofftöpfen kommt es in Stofftöpfen zum Effekt der Luftbeschneidung (Air-Pruning). Sobald die Wurzelspitzen an den Stoffrand gelangen, kommen sie mit Luft in Kontakt, sterben kontrolliert ab und die Pflanze bildet im Inneren des Topfes massenhaft neue, feine Verästelungen. Das führt dazu, dass der Topf nicht einfach nur am Rand von Ringwurzeln umschlungen wird, sondern von innen heraus extrem dicht und gleichmäßig durchwächst.
Dauer für 15L mit Umtopfen
Mit Umtopfen
(z.B. 0,5L → 3L → 15L) ca. 5 – 6 Wochen Optimal.
Durch das schrittweise Umtopfen wird jede Topfgröße perfekt ausgenutzt und das Wurzelbett im 15L-Endtopf schließt sich sehr schnell.
Direktsaat
(Samen direkt in den 15L Topf) ca. 6 – 7 Wochen
Das oberirdische Wachstum wirkt anfangs verzögert, da die Pflanze viel Energie investiert, um die Pfahlwurzel nach unten zu schicken, bevor sie in die Breite wächst.
Optimale Bedingungen
(LED, Mykorrhiza-Pilze, Root-Booster) ca. 4 Wochen
Wurzelstimulanzien und ideale Temperaturen (24–28 °C) beschleunigen den Stoffwechsel und die Wurzelbildung massiv.
Alles im allem sollten die Pflanzen 5-6 Wochen Zeit bekommen plus die Erholungszeit von 3-7 Tagen
In einem 15-Liter-Topf ist eine Anzahl von 4 bis 6 Haupttrieben (Main-Colas) optimal, um die Cannabispflanze über den gesamten Lebenszyklus ohne Nährstoffstress zu versorgen.
Bei dieser Anzahl reicht das Wurzelvolumen und das Nährstoffangebot der Erde perfekt aus, um alle Triebe gleichmäßig und kräftig zu versorgen, ohne dass es zu Mangelerscheinungen kommt.
Die optimale Cola-Anzahl pro Topf schlüsselt sich durch Zelt und Topfgröße wie folgt auf.
8 Liter Topf = 1-2 Cola
11 Liter Topf = 2-4 Cola
15 Liter Topf = 4-6 Cola
19 Liter Topf = 6-8 Cola
usw.
Hat man zuviel Haupttriebe in 1nen Topf, wird deren Wuchs unregelmäßig.
Ein zusätzliches Training durch herunterbinden gibt es in der Form wie sie oft praktiziert wird vorerst nicht, da es die Pflanze zu sehr belasten würde. Die Äste werden später nach außen geführt um das natürliche Wachstum der Pflanzen zu unterstützen. Dazu aber später mehr...
Anmerkung:
Main-Folding ist ein absolut symmetrischer Aufbau bei dem jeder Ast gleich mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird, wobei Main-Lining oft mit Main-Folding verwechselt wird, da es einen ähnlichen Ansatz hat.
Bei Festlegung der Begriffe scheiden sich jedoch die Growgeister, wodurch es bei den Techniken oft zu Diskussionen und Verwechslungen kommt. Jede Technik liefert jedoch unterschiedliche Ergebnisse.
(Ein Topping über der Dritten Nodie z.B., bei dem man 4 Äste stehen lässt, ist und bleibt immernoch ein Topping)
Ihr Höchstverbrauch mit allen Geräten liegt derzeit bei 0.36 Ampere, 71.6 Watt und 18,25 kWh.
Bei der kleinen Kush weiter unten kommen gute 16 DLI (240 PPFD) an.
Die Angabe der Lichtfarbe (Kelvin) schwankt etwas bei verschiedenen Leistungen (Photon App), liegt aber immer im Bereich des Sommer-Tageslichts.
Richtwerte der Sommersonne
An einem klaren Sommertag liegt die durchschnittliche Farbtemperatur der Mittagssonne bei etwa 5.500 bis 5.800 Kelvin.
In der Fotografie und Lichttechnik gilt 5.500 Kelvin als der internationale Standard für mittleres, direktes Sonnenlicht am Vor- oder Nachmittag.
Wichtig für die Gesamtwirkung im Freien:
Reine Mittagssonne (direkt): ca. 5.500 K – 5.800 Kelvin
Gesamtes Tageslicht (Sonne + blauer Himmel):
Durch das stark streuende blaue Himmelslicht erhöht sich der Wert des Mischlichts an einem wolkenlosen Tag auf 6.000 bis über 7.000 Kelvin.
Im Schatten (nur blaues Himmelslicht):
Hier werden sogar Werte von 9.000 bis über 12.000 Kelvin erreicht.
Die Luftfeuchtigkeit wird um 3% auf 64% reduziert.
Alle anderen Einstellungen am Kontroller bleiben wie sie sind.
Der untere Lüfter wandert immer mit der Lampe nach oben.
Das Blumatsystem läuft mit beiden Einstellungsvarianten einwandfrei.
Die 1. Variante gleicht dabei mehr dem manuellen gießen, da der Boden im Topf etwas mehr abtrocknet bevor der Fühler das Ventil für das Wasser öffnet.
In diesem Grow nutzen wir Variante 2.
Dafür werden die Töpfe schrittweise gewässert (ohne Drain) bis der Boden gesättigt ist.
Das wenige Wasser was in den Topfuntersetzer gelaufen ist, muss nach dem Gießen wieder entfernt werden !!
Die Fühler können schon am Anfang, beim stecken des Samen, nach Anleitung gewässert und in den Topf eingesetzt werden. Danach wartet man 15-20 Stunden (Anpassungszeit des Fühler an den Wasserdruck im Boden) und dreht den oberen Standard-Sensor zum entlüften auf bis das Wasser läuft. Anschließend wird er so weit zugedreht, bis gerade noch so ein Tropfen hängen bleibt.
Diese Einstellung ist sensibler und hält die aktuelle Bodenfeuchtigkeit genau in dem optimalen Feuchtigkeitbereich ohne den Boden zu sehr abtrocknen zu lassen.
Mit dem langen Maxi-Tropfer macht man das gleiche.
Da das untere Topfrittel durch die Schwerkraft aber immer etwas feuchter ist, wartet man mit der Einstellung des Maxi-Tropfer aber 40-48 Stunden. Der Stoftopf sollte sich nach dieser Zeit im unteren Drittel klamm und kalt aber nicht nass anfühlen.
Ist alles gut eingestellt (Tropfer laufen über den gesamten Grow ohne nachstellen zu müssen), halten die Fühler die Feuchtigkeit im Boden genau um die 35-45%, unabhängig davon ob die Pflanzen trinken oder der Topf durch die Umluft austrocknet.
Die Pflanzen haben dadurch immer ein gutes, gleichbleibendes Bodenklima und zusätzlich unbegrenzt Wasser nach Bedarf zur Verfügung, Wasser was sie real verbrauchen, ohne dabei die Wurzeln zu überwässern (Pflanzen trinken nicht immer).
Jeder einzelne Fühler und damit auch jeder Topf, arbeitet vollständig autark. Genauso, wie jede Pflanze unterschiedlich durst haben wird...
(...schön wie die kleine Kush den anderen zwei mit genau 14 Tagen Abstand folgt 🌱...)
Zu dieser Zeit hat die Pflanze ein so gut ausgebildetes Wurzelsystem, dass es keinen großen Schock beim Topping geben sollte.
Auch die Leitbahnen für Wasser und Nährstoffe sind zu dieser Zeit in der gesamten Pflanze um einiges größer und ausgeprägter, auch bei den unteren Seitenästen welche schnell wieder an Biomasse zunehmen und wachsen sollen.
Die Pflanze kann dadurch einen viel höheren Nachschub an Nährstoffen garantieren.
Da beim Topping nach Ausbildung der 6. Nodie mindestens 1/3 der Pflanze entfernt wird, haben die Wurzeln und Leitbahnen genug Kraft frei, um 2-4 neue Haupttriebe sofort mit Nährstoffen zu versorgen.
Topping ab der 5. Nodie ist in der Regel noch etwas zu zeitig, da Pflanzen ihr Wurzelsystem proportional zu den Ästen und Blättern wachsen lassen, so wie der symbolische Lebensbaum.
Die Mykorrhiza-Pilze sollten nach 4 Wochen Wachstum mit den Wurzeln verwachsen sein und in Symbiose mit der Pflanze stehen. Sie machen Nährstoffe leichter verfügbar, bauen das Immunsystem auf, schützen die Wurzeln vor Trockenheit und erhalten zum dank etwas Zucker dafür.
Wer beginnt mit Mykorrhiza-Pilzen zu growen, wird den Unterschied (die Symbiose) sofort an der Farbe und Gesundheit der Pflanze erkennen.
Die Luftfeuchtigkeit wird ab Eintritt in die Wachstumsphase wöchentlich um 3% gesenkt.
Da die Pflanzen ab Eintritt ins Wachstum beginnen wesentlich mehr zu schwitzen, laufen die Ventilatoren und der Ablüfter bei erreichen der gewünschten Luftfeuchtigkeit wahrscheinlich eine Stufe höher. Der Lüfter strahlt auch in dieser Phase nur die Wand an.
(Da die kleine Kush auf der gegenüberliegenden Seite des Ventilator wächst, ist alles im grünen Bereich)
Je nach Umgebung (in diesem Fall steht das Zelt frei in einem belüftbaren Raum) kann auch die obere Stufe erhöht werden. Dies ist aber oft nur notwendig, wenn man die Luftfeuchtigkeit auch in der Nacht konstant halten möchte.
Es ist normal und unbedenklich, wenn die Luftfeuchtigkeit über die Dunkelphase durch den Temperaturabfall 5% mehr als am Tag erreicht (in der freien Natur ist sie Nachts nicht selten 80% und höher)
Um tagsüber vorrangig die Transpiration der Pflanzen zu triggern und auch zu nutzen
(Luftfeuchtigkeit steigt allein durch das schwitzen der Pflanzen wieder an),
wird der Trickerpunkt vom Luftbefeuchter 1% unter der gewünschten Zielfeuchtigkeit eingestellt.
Damit verhindert man auch, das unnötig Feuchtigkeit ins Zelt geblasen wird und man spart durch ruhiger laufende Geräte Kosten.
Ein niedriger VPD-Wert von 0.6 in der ersten Vegetationswoche, ist bei einem Grow über einen Zeitraum von bis zu 4 Monaten völlig in Ordnung, da durch eine langsame & schonende Erhöhung das noch relativ junge und frische Blattwerk nicht austrocknet.
Eine Erhöhung des VPD-Wert (weniger Luftfeuchtigkeit und/oder höhere Temperatur) lässt die Pflanzen zwar mehr über ihr Wurzelsystem trinken und schneller Biomasse aufbauen, stresst sie bei zu großen Sprüngen aber auch.
Das es den Pflanzen gut geht und Sie eine starke Genetik haben, lassen Sie euch über die Anzahl der Finger wissen. Die Crescendo zB. (eine 70%tige Sativa-Strain Variante von CBD Hexe / 24% THC
(30,5 Watt-16 DLI-240 PPFD) erhöht. Weiter unten bei dem kleinen Kush Keimling kommen noch satte 140 PPFD (9,5 DLI) an.
Der VPD Wert ist aktuell etwas höher, da die Blatttemperatur noch nicht einbezogen ist. Dies geschieht in der Regel ab der Wachstumsphase.
Das Blumatsystem läuft einwandfrei nach der original Vorgabe von Blumat. Wer möchte kann es auch jederzeit neu einstellen, ohne die Tonkegel zu entfernen.
Trauermücken gibt es keine.
Sollten im späteren Verlauf andere Schädlinge auftauchen, bitte kein Neemöl benutzen !
-Warum Neemöl dem Living Soil schadet
Schädigung von Mikroorganismen:
Living Soil lebt von einer Vielfalt an nützlichen Bakterien, Pilzen und Mikroorganismen. Neemöl wirkt antimikrobiell und insektizid, wodurch es nicht nur Schädlinge, sondern auch die nützlichen Helfer im Boden abtötet oder stark beeinträchtigt.
Störung der Bodenfauna:
Größere nützliche Bodenbewohner wie Springschwänze (Collembola) oder Regenwürmer, die für die Zersetzung von organischem Material und die Nährstoffverfügbarkeit wichtig sind, leiden unter dem Kontakt mit Ölen und Wirkstoffen wie Azadirachtin.
Ungleichgewicht im Ökosystem:
Wird das natürliche Gleichgewicht der Mikroorganismen im lebendigen Boden zerstört, kann das zu einem Einbruch der Nährstoffkreisläufe führen.
-Hier sind die wichtigsten Gründe, warum der Einsatz von Neemöl bei Cannabis kritisch ist
Blattverbrennungen (Phytotoxizität):
Wenn Pflanzen nach dem Besprühen mit Neemöl direkt in die Sonne gestellt werden, wirkt der Ölfilm wie ein Brennglas. Es kommt zu schweren Verbrennungen, braunen Flecken oder vertrockneten Blättern.
Verstopfung der Blattporen (Stomata):
Ein zu dicker Ölfilm verklebt die Poren. Die Pflanze kann nicht mehr richtig atmen, Photosynthese betreiben oder Feuchtigkeit verdunsten, was zu gelben Flecken und Welken führt.
Blatt- und Blütenabwurf:
Zarte Pflanzenteile wie Knospen und Blütenblätter vertragen das Öl gar nicht. Sie verfärben sich braun und fallen ab. Manche Pflanzenarten (z.B. Bananen, Farne, Kräuter mit weichen Blättern wie Basilikum sowie Sukkulenten) reagieren extrem empfindlich mit massivem Blattverlust.
Gefahr bei hoher Luftfeuchtigkeit:
In sehr feuchter Umgebung (z.B. in Grow-Zelten oder Gewächshäusern) verhindert Neemöl die natürliche Transpiration der Blätter komplett, was Pilzbefall begünstigen kann.
Geschmacks- und Geruchsverlust:
Das Öl hinterlässt einen Film auf den Buds, der zu einem unangenehmen, seifigen oder harzigen Beigeschmack beim Rauchen oder Verdampfen führt.
Schimmelgefahr:
Da Öl Feuchtigkeit bindet und dichte Blüten schlechter abtrocknen lässt, steigt das Risiko für Schimmel- und Budrot-Befall stark an.
Bedenken: Das Einatmen oder Konsumieren von Öl-Rückständen aus der Verbrennung von Neemöl ist gesundheitsschädlich.
-Hier ist eine Übersicht über die potenziellen Schädigungen beim Menschen, aufgeteilt nach der Art des Kontakts
Risiken bei Verschlucken (Orale Einnahme)
Neemöl darf niemals getrunken oder eingenommen werden. Bereits kleine Mengen können schwere Vergiftungen (insbesondere durch den Wirkstoff Azadirachtin)
Neurologische Schäden:
Es kann zu Krampfanfällen (Status epilepticus), ausgeprägter Schläfrigkeit, Koma und toxischer Enzephalopathie (Gehirnerkrankung) kommen.
Stoffwechsel & Organe:
Orale Aufnahme kann eine schwere metabolische Azidose (Übersäuerung des Blutes) sowie Leber- und Nierenschäden verursachen.
Magen-Darm-Trakt:
Akutes Erbrechen, Übelkeit und Durchfall treten oft innerhalb kurzer Zeit auf.
Risiken bei Haut- und AugenkontaktKontaktdermatitis: Unverdünntes oder minderwertiges Neemöl kann allergische Hautreaktionen, Rötungen, juckenden Ausschlag oder Nesselsucht auslösen.
Schleimhaut- und Augenreizungen:
Gelangt das Öl in die Augen, führt dies zu brennenden Schmerzen und starken Reizungen.
Besondere Risikogruppen:
Kleinkinder reagieren extrem empfindlich. Orale Vergiftungen verlaufen bei ihnen deutlich schneller schwerwiegend und können im schlimmsten Fall tödlich enden.
Schwangere und Stillende:
Neemöl steht im Verdacht, fruchtschädigend zu wirken oder Fehlgeburten auszulösen. Diese Gruppe sollte komplett auf den Kontakt verzichten.
Neem zu verwenden ist, wie besprühte Biobananen im Supermarkt zu kaufen.
Raubmilben sind dagegen eine unbedenkliche Lösung.
Diese Krabbler sind so klein das man sie suchen muss & sterben wenn sie alles verputzt haben einfach aus.
Wer mit Kompost gärtnert kann auch manchmal Glück haben & hat die kleinen Helfer schon von Anfang an dabei 🌱
Die Photone App kann über die Option "Kalibrieren nach Herstellerangaben" eingestellt werden.
Dafür wird die Lampe auf 40cm Abstand gebracht und auf 100% eingeschaltet. Bei der GcX 4 pwr wählt man in der Photone App die Lampeneinstellung "Vollspektrum +Rot". Danach gibt man bei "Gerät Kalibrieren nach Herstellerangaben" 1050 PPFD ein und startet die Messung. Hat man alles richtig gemacht, stehen bei 25% Power vom Vegikanal 160 PPFD auf dem Display.
(Bei den Lichtsetup- Angaben hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Versehentlich stehen da die Prozent des Lichtkanal statt Watt. Im Text sind die Angaben nun korrigiert und werden in Zukunft berücksichtigt.)
Normalerweise bleiben die Sensoren und Geräte dafür in den Boden. Da wir aber neue Sensoren bestellt haben, werden diese in die alten Löcher gesteckt.
Um die Wurzeln in die Tiefe Wachsen zu lassen, sind 3 Tropf-Verteiler an dem langen Maxi-Fühler. Der kleine standart Fühler läuft nur um die obere Schicht bis zum ersten Drittel feucht zu halten.
Ist alles montiert, kommen Kakaobruchschalen als Mulch oben drauf, um den Boden feucht zu halten. Anschließend die Schalen besprühen und den Topf Schritt für Schritt durchgießen (ohne Drain) um danach die neuen Sensoren einzustellen.
Sollte sich ein weißer Film auf den Schalen bilden, seht ihr einen gutartigen Pilz. Keine Sorge, das ist völlig normal und harmlos !! Bei dem weißen Pelz auf den Kakaoschalen handelt es sich um ein natürliches Pilzmyzel, das den Zersetzungsprozess des organischen Materials einleitet. Dieser Pilz schadet Ihren Pflanzen nicht.
Warum passiert das? Sobald Kakaoschalen das erste Mal mit Feuchtigkeit (Gießwasser) in Berührung kommen, aktivieren sich die natürlichen Mikroorganismen und Zersetzerpilze. Dieser Prozess sorgt dafür, dass die Schalen verkleben (was eine tolle Schutzschicht gegen Unkraut und Austrocknung bildet) und nach und nach zu wertvollem Humus abgebaut werden.
Was sollten Sie jetzt tun? Einfach abwarten, in den allermeisten Fällen verschwindet der weiße Flaum an der Oberfläche nach wenigen Tagen von ganz alleine wieder.
Wenn Sie den Prozess beschleunigen und die Optik stören möchten, gießen Sie die Schalen einmal kräftig ab. Dadurch binden sich die Schalen schneller und der oberflächliche Pilz verschwindet meist.
Kakaoschalen verströmen anfangs einen leckeren Schokoladenduft. Sie enthalten jedoch (wie Schokolade) den für Hunde und Katzen giftigen Stoff Theobromin. Achten Sie darauf, dass Haustiere nicht an den Schalen knabbern.
Als Gemüsedünger und Pflanzendünger für den Kleingarten sind Kakaoschalen als Mulch bestens geeignet, da er reichhaltig an natürlichen Nährstoffen ist.
Hervorragender Mulch für den Boden.
Heute ist auch die Crescendo mit bei der Partie.
Der Boden hat eine Feuchtigkeit von ca. 35%.
Bei 130 PPFD kann es passieren, das sich die Keimlinge ein klein wenig mehr strecken (leichtes Spargeln).
Die Pflanzen wachsen quasi in die benötigten PPFD (Lichtstärke) hinein.
Oft wird dies als negativ angesehen, doch der Vorteil ist, das der Keimling sich genau das Licht holen kann was er braucht, anstatt von Anfang an mit zu viel Licht zu kämpfen. In der freien Natur ist dieses Phänomen oft durch umherstehende Pflanzen zu finden.
Sollte der Keimling nach 4 Tagen mit 1 echtem Blattpaar ca. 6cm erreicht haben, streut man einfach vorsichtig kegelförmig einen kleinen Haufen frische Anzuchterde um den Stengel ohne ihn zu fest anzudrücken und besprüht ihn leicht mit Wasser. Das ist die schonenste Methode und die Keimlinge werden nicht gestresst.
Ab 7cm Höhe Wachstum und mehr nach 4 Tagen, ist es jedoch kein leichtes strecken mehr und man spricht vom Spargeln. In diesem Fall brauchen die Pflanzen mehr Licht !!
Eine GCX 4 pwr von Greencaption mit 160 Watt ist aus zwei Gründen die Lampe erster Wahl und sehr zu empfehlen. Zu einem leuchten ihr LED durch Induktion, so dass einem quasi nicht die Hütte abbrennen kann. Der zweite Grund ist ihr einzigartig, herausragendes Farbspektrum, wie das Sonnenlicht an einem klarem Hochsommertag.
Die Lampe wird über den GC fold Controller gesteuert und läuft auf 20 Prozent (16Watt) des Vegetation Kanal. Das Licht startet und endet sanft mit einer 20 minütigen Sonnenauf/Untergangs Simulation. Damit erhalten die Pflanzen einen DLI von ca. 8,5.
Far Red ist derzeit nicht eingeschaltet, da es bei der
X-Series durch Treiber gut abgestimmt mit dem Blüte-Kanal über den gesamten Tag leuchtet.
Änderungen über die Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur der Lampe folgen beim "neuen Lichtsetup"
Das Bewässerungs System ist ein klassisches stromloses Unterdrucksystem von Blumat. Bei 15 Liter Töpfen sind 1 Maxi-Tropfer mit 3 Tropfverteilern und einem Standard-Tropfer für den oberen Bodenbereich im Topf die beste Option. Da in der späteren Vegetation der Wasserbedarf im unteren Topfdrittel bereits erheblich und schnell ansteigen kann, werden die Tropf-Verteiler an den Maxi-Sensor angeschlossen. Der obere Standard-Sensor arbeidet völlig eigenständig und wird sein Ventil durch das Wasser des unteren Maxi-Sensor (was durch seine Zone läuft) schließen und erst wieder öffnen, wenn die oberen 10cm des Topfes beginnen durch Verdunstung zu trocknen. Ein Standard-Tropfer reicht aus, um die obere Schicht mit 25cm Durchmesser feucht zu halten.
Da sich neue Maxi-Tropfer noch auf dem Postweg befinden, sind für die Sämlingsphase vorerst zwei Standardtropfer ausreichend.
Das Klima wird mit dem AC Infinity Controller AI+ und den dazugehörigen Geräten von AC Infinity kontrolliert. Die Möglichkeiten der Klimakontrolle sind damit sehr Umfangreich und übersichtlich.
Die KI des Controller wird bei diesem Grow jedoch nicht verwendet, da der Trickerpunkt beim unteren Luftfeuchtigkeitswert zu spät reagiert.
Das heißt, dass beim oberen Wert die Anlage tadellos läuft. Die Geräte regeln auf den Punkt die Stufen bei steigender Luftfeuchtigkeit nach oben (zB. von Stufe 1 auf Stufe 3). Allerdings reagiert der Trigger beim unteren Wert zu spät und die KI braucht zu lange, die Lüfter rechtzeitig von einer höheren Stufe nach unten zu regeln (zB. von Stufe 3 auf Stufe 1). Dadurch wird durch zu langes Nachlaufen die Luftfeuchtigkeit so sehr gesenkt, dass zwangsläufig der Luftbefeuchter getrickert wird und wieder unnötig, zusätzlich Feuchtigkeit ins Zelt bläst, welche die Lüfter dazu zwingt weiter nach zulaufen (Die Geräte liefern sich über längere Zeit ein Battle).
Allein die Transpiration der Pflanzen und Töpfe reicht bereits schon aus um die Luftfeuchtigkeit wieder steigen zu lassen.
Der Befeuchter sollte nur laufen, wenn die Transpiration der Töpfe und Pflanzen nicht mehr ausreicht um die gewünschte Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Dadurch schont man Ressourcen und somit auch den Geldbeutel.
Abgesehen von diesem einen Punkt läuft die KI und das ganze System absolut einwandfrei.
AC Infinity wurde vor einem halben Jahr bereits per Mail darüber informiert. Ob Sie reagiert haben, testen wir vlt. beim nächsten Lauf.
Die aktuellen Einstellungen der Anlage findet ihr natürlich auf den Fotos.
Der Stromzähler wurde auf Null gesetzt.
Um das Klima in hohen Zelten zu stabilisieren, braucht man ein Ablüfter und immer zwei Umluftventilatoren, ein Ventilator unter der Lampe und ein Ventilator über der Lampe, welcher die Luftumwälzung und letztendlich auch das Klima stabilisiert. Hat man diesen nicht, kann die Luftfeuchtigkeit im Microklima bis zu 5% steigen.
Im Moment reicht es aber aus den Ablüfter und den oberen Ventilator bei 72% Luftfeuchtigkeit anlaufen zu lassen und bei 67% abzuschalten. So bewegt man sich die meiste Zeit im Bereich von 69-70% und hält das Klima stabil.
Alle Geräte laufen dadurch automatisch nach Feuchtigkeit mal länger, mal kürzer, mal durch.
Der Ablüfter sollte dabei immer ein klein wenig stärker laufen als die Umluft. Diese Einstellung ist am Anfang völlig ausreichend und spart Strom.
Sollte das Klima im Zelt nach ein paar Stunden trockener werden, gibt ein Luftbefeuchter bei 67% einen kurzen Spühstos bis 72%, und der Kreislauf beginnt von vorn.
(Diese Einstellung funktioniert auch oldscool mit einem Stecktosen-Hygrostat hervorragend und kann über den kompletten Grow für analoge Geräte genutzt werden, um die Feuchtigkeit, bis zum Ende des Grow schrittweise zu zusenken und zu kontrollieren)
Bei Computergestützten Controlern kann die Luftfeuchtigkeit ziemlich genau +/-1 auf den Punkt gehalten werden, indem man die Geräte dynamisch auf den kleinsten Stufen laufen lässt.
Die Ventilatoren werden dabei nicht direkt auf die Töpfe gerichtet. Auch der unterste Ventilator (leicht nach unten gewinkelt) streut den Wind nur indirekt über eine Zeltwand.
Es ist optimal, wenn die kleinen Sämlinge dezent, kaum sichtbar zittern.
Die Bodenfeuchtigkeit liegt in allen Töpfen bei 40%.
Gelbsticker werden sofort bei der Aussaat als Monitoring von Insekten in den Topf gesetzt.
Tropfer und Grießanzeiger werden ebenfalls sofort gesteckt, auch wenn die Tropfer erst in ein paar Tagen angeschlossen werden.
In diesem Fall sind es ein einfacher, langer, handelsüblicher Anzeiger der im unteren Topfdrittel einen Abgleich zum oberen elektronischen Xaiomi Sensor bringt. Auch zwei Tonkegel pro Topf (Blumat) finden ihren Platz.
In ca. 2 Wochen werden SF Nematoden in Gelkapseln auf den Boden aufgebracht und mit einer 3-4 cm dicken Schicht der übrigen Anzuchterde überstreut (Trauermücken Larven brauchen ca. 3-4 Wochen um sich zu entwickeln). Danach wird der Boden mit einer Mulchschicht aus Kakaobruchschalen bedeckt.
Nach dem Quellen kommen die Samen direkt in einen 15 Liter Filz Topf. Dieser wird mit 15 Liter angesetzter Living-Super-Soil gefüllt und gut dosiert verdichtet. Da diese Töpfe immer etwas größer ausfallen, ist noch Platz für einen 8x8 cm großen Pflanztopf. Dieser wird in die Mitte des Topfes gestellt und mit Bio-Aufzucht-Kräutererde umrandet welche ebenfalls leicht verdichtet wird. Sind zum oberen Rand des 15 Liter Topfes noch 3-4cm frei, wird der kleine Pflanztopf heraus genommen und das verbleibende Loch ebenfalls mit der Anzuchterde und zusätzlich mit Mykorrhiza Pilzen befüllt (Bodenleben Vital oder Mycco Vital Wurzelfit von Neudorff) Danach wird der Boden nach Gefühl mit ca. 400ml gewässert und der Samen danach in der Mitte des Topfes ca. 1cm tief gesät. Haben die Samen schon Keime, lästt man sie vorsichtig mit dem Keim nach unten in das Loch gleiten und verschließt den Boden. Ein gießen ist die nächsten 8-10 Tage wahrscheinlich nicht notwendig (Umgebungsabhängig). Um später jedoch die feinen Wurzeln nicht zu verletzen, werden Tropfsysteme und gießanzeiger schon jetzt installiert. Anschließend kommen die Töpfe auf Topf-Schalen welche mit Blähton Kugeln aufgefüllt sind. Da durch das Umtopfen größere Wachstumsschocks als beim Training entstehen können (oftmals 2 Wochen), ist das sähen in nur einen Topf die pflanzenfreundlichere Alternative. Mit dem Licht kann man bei Samen die noch keine Keime haben erfahrungsgemäß noch 2-3 Tage warten wenn mann Strom sparen möchte. Bei Samen mit Keimen sind es 1-2 Tage. Es ist jedoch kein Fehler das Licht schon jetzt einzustellen.
Da die Pflanzen über einen Wassertank versorgt werden, fällt die Wassergabemenge etwas höher aus. Mal schauen was die 3 Pflanzen, mit unbegrenzt Zugang zu Wasser nach Bedarf, über die gesamte Zeit trinken.
Die Bio-Pellets und alle anderen Zutaten wurden bereits vor 4 Wochen mit 1,5 Liter aktivirter Pflanzkohle aus Birke und Fichte und ein paar Bacillus Stämmen in Boden eingearbeitet. Dieser wurde dann einmal die Woche kontrolliert und gewendet um ihn feucht aber nicht nass durchziehen und ruhen zu lassen (Cooking) Bei dieser Zusammensetzung bewegen wir uns direkt an der Grenze von Living Soil zu Super Soil. 10-15g Feststoffpellets pro Liter Boden sind oftmals für Living Soil empfohlen. 25-40g für Supersoil. Durch Kakaobruchschalen die in ca. 2-3 Wochen noch als Mulchschicht auf den Topf aufgetragen werden, sind es 21g Festdünger pro Liter Boden, womit wir eine gute Ausgangsbasis haben, um durchschnittliche Starkzeerer über den gesamten Grow von 16-18 Wochen nur mit Wasser versorgen zu können. Die Pellets werden nicht zerrieben und zum angießen kann ein großzügiger Esslöffel Honig (auf 1,2 Liter Wasser) als sofort verfügbares Futter für das Bodenleben verwenden werden. Die Zusammenstellung der Nährstoffe stellt während der Vegetationsphase einen NPK Wert von bis zu 17-18,5-14,5 zur Verfügung. Dieser regelt sich durch die unterschiedlichen Langzeitwirkungen der Pellets über die Growzeit auf ca. 11-15,5-9,5 bis zu den letzten Blüte Wochen auf ca. 9-11-7 ein. Im Gegensatz zu chemischen Dünger welcher auf den Punkt dosiert werden muss, sollten bei Living-Super-Soil, die Nährstoffe welche gebraucht werden könnten zur Verfügung gestellt werden. Die Kosten pro Nährstoff liegen zwischen 0,50€-1,50€, die Pilze jeweils bei 3€ und der Boden bei ca. 9€ bei pro Topf.